Abwechslungsreiche Tage in Trier

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Osterburken. Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung, gemeinsame Erlebnisse, viel neue Erfahrungen – hinter den 24 Teilnehmern der 32. Freizeit der Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderungen Osterburken (BBO) liegen zwei ereignisreiche Wochen.

Vom 29. Juli bis 12. August waren zehn Menschen mit Behinderung zusammen mit einem zwölfköpfigen Betreuerteam und zwei Kindern zu Gast in Schroeders Stadtwald-Hotel in Trier. Als Träger dieser Freizeit fungierte der Förderverein BBO e.V. Mit großer Sorgfalt wurde das Programm bereits im April vor Ort vom Leitungsteam der Freizeit, bestehend aus Holger Rüttenauer (Leiter der Freizeit), Svenja Schmitt und Robert Wiegand, vorbereitet. Die geplanten Unternehmungen wurden dem hohen Anspruch gerecht, eine Mischung aus Kultur, Geschichte, Erholung und Gemeinschaftsveranstaltungen herzustellen. Somit erwies sich das Programm für alle Teilnehmer als sehr ansprechend und abwechslungsreich. Im Rahmen dessen erkundeten die Menschen mit und ohne Behinderung Trier, die älteste Stadt Deutschlands, bewunderten die imposante Schönheit der Saarschleife, tauchten im Kupferbergwerk Fischbach ein in die Welt unter Tage, entspannten bei sommerlichen Temperaturen am Freizeitsee Triolago, machten im Dinosaurierpark in Ernzen eine Reise in längst vergangene Zeiten und verbrachten actionreiche Stunden im Eifelpark Gondorf. Auch der Besuch des malerisch gelegenen Urlaubsorts Bernkastel-Kues, der ältesten Stadt Luxemburgs, Echternach, die Besichtigung der Bitburger Brauerei sowie eine Moselrundfahrt komplettierten das vielfältige Programm. Als beliebteste Unternehmung wurde im anonymen Fragebogen am Ende der Freizeit die Erkundung der Stadt Trier ermittelt. Hierbei hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Stadtführung durch die historische Altstadt auf die Spuren der Römer zu begeben und unter anderem die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Porta Nigra zu bewundern. Doch nicht nur die kulturelle Vielfalt, sondern auch das bunte Treiben in der Altstadt mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten wurde von den Menschen mit und ohne Behinderung sehr positiv wahrgenommen. Zudem fand das in Trier stattfindende Weinfest großen Anklang, bei welchem die Teilnehmer bei gutem Wein zusammen tanzten, feierten und insgesamt einen unterhaltsamen Abend verbringen konnten. Im Zuge der Freizeit wurde es somit den Menschen mit Behinderung ermöglicht, Dinge zu sehen und zu erleben, die ihnen im normalen Alltag aufgrund verschiedener Barrieren eher weniger zugänglich sind. Hierzu zählt nicht nur die beispielsweise auch Rollstuhlfahrern ermöglichte Fahrt mit der Sommerrodelbahn im Eifelpark, sondern auch die geselligen Treffen in kleinerem oder größerem Kreis, sowie die individuelle Hinwendung der Betreuer. So wurde während der Freizeit besonders deutlich, dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammen lachen können, miteinander Spaß haben, und dass alle Seiten vom gegenseitigen Austausch profitieren. Folglich sprach sich auch die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer dafür aus, sich in der Gruppe sehr wohl gefühlt zu haben.

Nicht realisierbar wäre der sowohl personell als auch finanziell aufwändige Aufenthalt in Trier ohne das Engagement des ehrenamtlich tätigen Betreuerteams, allem voran dem großen Einsatz des Leitungsteams. Auch waren für den Erfolg der Freizeit die Unterstützung des DRK-Kreisverbandes Buchen, Zuschüsse der Pflegekassen sowie der Aktion Mensch und einer Spende des Krematoriums Osterburken unabdingbar. Doch als ausschlaggebend für den Erfolg in zwischenmenschlicher Hinsicht der Freizeit erwies sich das harmonische Zusammensein der bunten, heterogenen und generationenübergreifenden Teilnehmergruppe. Folglich überrascht es auch nicht, dass zwei Drittel der Teilnehmer jetzt schon die Teilnahme an der 33. BBO Freizeit 2018 in Bad Laer bei Osnabrück fest eingeplant haben.

Freizeitbilder 2017